Review – 15mm Plastic Soldier Company Late War British Infantry 1944-45

Auch im 15mm-Maßstab erfreuen sich Plastikmodelle steigender Beliebtheit. Neben den vielen Neuheiten von Battlefront für Flames of War in Plastik mischt auch The Plastic Soldier Company den Markt auf.

An dieser Stelle schaue ich mir die Late War British Infantry 1944-45 Box von PSC mal genauer an. Beim Hersteller ist die Box für 21,50 GBP erhältlich, bei deutschen Händlern schon ab 19,20 €.

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Die Box selbst wirkt erst einmal unspektakulär, das auf der Rückseite abgebildete Modell hat auch wenig Ähnlichkeit mit den tatsächlich enthaltenen Modellen. Der angegebene Farbguide kann als grobe Orientierungshilfe genutzt werden, ich persönlich bin davon abgewichen, aber dazu später.

Zum Inhalt: Enthalten sind zwei unterschiedliche Gussrahmen:

Der Kommandogussrahmen (3x enthalten)

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Insgesamt 10 Modelle, darunter 1 PIAT-Team, 1 Mörser-Team, 2 Soldaten mit SMG, Funker und Kommandofiguren, sowie zwei mal Munition

Der Truppengussrahmen (9x enthalten)

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Insgesamt 12 Modelle, davon zwei mit MG (1x liegend, 1x stehend) ein liegender MG-Ladeschütze und 9 Mann mit Gewehren

Bases sind keine enthalten.

Insgesamt komme ich so auf 138 Modelle (auch wenn auf der Packung 144 steht), was locker für eine Kompanie mit drei Platoons und drei Mörser- und PIAT-Teams ausreicht (inkl. Kompanie HQ).

Der Aufbau ist denkbar einfach, die meisten Modelle müssen lediglich aus dem Gussrahmen herausgetrennt werden, lediglich die liegenden Modelle bestehen jeweils aus zwei Einzelteilen und müssen zusammengeklebt werden.

All zuviel Nachbearbeitung haben die Minis nicht nötig, die Gussgrate halten sich in Grenzen. Die Minis auf den folgenden Bildern wurden lediglich aus dem Gussrahmen getrennt und nicht nachbearbeitet:

Die 12 Miniaturen aus dem Einheitengussrahmen:

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Ein paar Detailaufnahmen:

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Verglichen mit den alten PSC-Modellen in 15mm haben sich die Proportionen deutlich verändert und passen nun auch viel besser zu den Miniaturen von Battlefront, hierzu ein Vergleichsbild, von links nach rechts: 2x PSC 3x Battlefront 2x PSC:

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Die Modelle würde ich auch ohne weiteres in einer Armee mischen.

Einsatzzweck

15mm WW2 Modelle sind natürlich für Flames of War gefragt. Allerdings bietet PSC (noch) nicht all zuviel Infanterie, sondern hauptsächlich Fahrzeuge an, dies soll sich aber ändern. Für die Briten sind bereits die 6pdr-Geschütze erschienen, eine “Heavy Weapon”-Box mit Mörsern und MGs sowie eine Box mit 17pdr Geschützen sind ebenfalls in Planung. Da die Modelle aber wie gesagt gut zu den Battlefront-Modellen passen, kann man sich dort für alles weitere bedienen.

Bemalung

Meine Erfahrung mit 15mm Modellen ist arg begrenzt, die Briten sind sogar mein erstes richtiges Projekt in 15mm, weshalb ich es erst einmal möglichst schnell und einfach haben wollte, sprich Grundfarben + Wash.

Nachdem ich die Modelle grau grundiert habe, kamen folgende Farben (jeweils Model Color von Vallejo) zum Einsatz:

Uniform – British Uniform

Helme – Russian Uniform

Rucksäcke, Taschen, Gurte,  etc – Khaki

Holz – Mahogany Brown

Metall – Gunmetal Grey

Haut – Flat Flesh

Stiefel – German Grey

Anschließend habe ich die Modelle komplett mit Armypainter Strong Tone Wash (nicht das Dipp-Zeugs, sondern das Wash aus der Tröpfchenflasche – entspricht so ziemlich dem nicht mehr erhältlichen Devlan Mud von GW).

Die Bases habe ich mit White Pumice Strukturmasse von Vallejo bestrichen und anschließend mit Flat Brown und Beige Brown bemalt, dann mit Dark Brown Wash von Vallejo gewasht und schließlich noch einmal mit Beige Brown gebürstet. Nach dem Trocknen noch ein wenig Leim und Gras und fertig sind die ersten Modelle:

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Kein Hexenwerk und auch keine große Kunst, aber ich bin mit dem Ergebnis gemessen am Aufwand zufrieden 😉

Fazit:

Ursprünglich wollte ich schon vor zwei Jahren Briten für Flames of War aufbauen und hatte mir dafür die Rifle Company Box von Battlefront zugelegt. Nach dem Auspacken war ich aber so unglücklich mit den ziemlich vergossenen Metallmodellen (ich konnte überwiegend kaum die Bewaffnung der Modelle erkennen…), dass ich das Projekt auf Eis gelegt habe.

Mit der Plastikbox von PSC sieht es nun völlig anders aus. Für unter 20 Euro bekommt man hier einen wunderbaren Grundstock an Infanterie. Die Modelle erfordern wenig Nachbearbeitung, die Ausrüstung ist klar erkennbar und die zwei kleinen Gussrahmen bieten ausreichend Abwechslung. Jetzt muss PSC nur noch nachlegen und weitere Plastikinfanterieboxen veröffentlichen, mit den 6pdrn (habe ich bereits bestellt – Review folgt 😉 ) und den angekündigten “Heavy Weapons” für die Briten rückt der Traum einer günstigen und schicken Plastik-Kompanie  für Flames of War in greifbare Nähe….. nagut.. die 25pdr-Arty wäre wohl noch ein Must-Have, aber mal schauen was die Zukunft so bringt.

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Keine Antworten

  1. 18. November 2014

    […] doch die knapp 20 Euro investiert und es auf einen Versuch ankommen lassen… mit Erfolg, wie das Review von mir […]

  2. 22. November 2014

    […] Ein Kommando-Team ist also nicht enthalten, dafür müsste man dann bei PSC auf die Late War Infantry Box zurückgreifen (ein Review dazu findet ihr hier) […]

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