Review – Rubicon Panzer IV 28mm Bolt Action

Plastikbausätze gewinnen aktuell ja auch im historischen Sektor an Bedeutung. Seit einiger Zeit bedient Warlord den Markt mit WW2-Fahrzeugen aus Plastik, neuerdings gibt es Konkurrenz von Rubicon. Um meinen Deutschen für Bolt Action gepanzerte Verstärkung für den Late War zu bieten, habe ich mir den Panzer IV angeschafft, auf den ich an dieser Stelle näher eingehen möchte.

Der Verpackungstext geht kurz auf die Geschichte des Panzer IV ein und beschreibt, dass sich sowohl die Version F2, G und H aus der Box bauen lassen.

DSC_7346 DSC_7347

Der Inhalt kann sich sehen lassen:DSC_7348

 

Drei Gussrahmen (einzeln verpackt), eine Anleitung und ein Bogen mit Decals, vorbildlich, dass diese mitgeliefert werden:

DSC_7350

Die Anleitung beschreibt den Zusammenbau in 8 Schritten, ist übersichtlich und verständlich. Da alle Teile im Gussrahmen durchnummeriert sind, besteht keine Verwechslungsgefahr und man findet rasch die für jeden Arbeitsschritt notwendigen Teile. Einziges Manko: Es wird zwar beschrieben welche Teile für welche Kanone benötigt werden, nicht aber welche Kanone für welche Version des Panzers in Frage kommt. Klar sind historische Tabletop-Spieler da meist eh gut informiert, der eher planlose Bolt Action Einsteiger, der für seine Armeeliste eine bestimmte Panzer IV-Variante bauen will, muss aber kurz googlen. Nicht weiter schlimm, aber vermeidbar.

DSC_7357

Kommen wir zu den drei Gussrahmen:

DSC_7351DSC_7352DSC_7353DSC_7354DSC_7355DSC_7356

Neben den erforderlichen Teilen für den Panzer und die drei Geschützvarianten gibt es auch noch einige optionale Teile:

Die Schürzen für Seiten und Turm, zwei Scheinwerfer, Ein Kettenteil und eine Antenne. Vollkommen individualisieren kann man damit seinen Panzer nicht, aber es ist ein Anfang.

Der Zusammenbau gestaltet sich mit der guten Anleitung recht einfach. Die Teile lassen sich mit einem Seitenschneider leicht und relativ sauber aus den Gussrahmen lösen, die Passgenauigkeit ist gut und die Anzahl der Teile überschaubar. Typische Modellbausätze von Tamiya, Revell und co. sind da doch etwas anspruchsvoller, wer Bausätze von Games Workshop und Warlord gewohnt ist, kommt auch mit Rubicon wunderbar zurecht. Einige Käufer meldeten bei Rubicon wohl Schwierigkeiten mit diversen Plastikklebern. Ich persönlich habe Revell Contacta Professionell zum Zusammenbau genutzt und konnte tatsächlich feststellen, dass die Teile nicht so schnell zusammenkleben, wie es bei anderen Bausätzen (GW, Warlord, Perry, etc.) der Fall ist, nach einer Weile aber definitiv halten.

Ich habe mich für die Variante H entschieden, die meistgebaute Version des Panzer IV, die für viele Szenarien und Kriegsschauplätze ab Anfang 1943 bis zum Kriegsende geeignet sein dürfte. Der Turm ist natürlich drehbar, auch das Geschütz bleibt beweglich. Das Rohr der Kanone ist übrigens steckbar, man kann also theoretisch auch die Bewaffnung wechseln. Für die KwK 37 L/24 ist eine minimal andere Aufhängung (Nieten etwas weiter innen) vorgesehen, welche man nicht ohne weiteres wechseln kann, die Unterschiede sind aber (zumindest für mich persönlich) zu vernachlässigen, wer möchte bleibt hier flexibel und kann im Wechsel unterschiedliche Versionen des Panzers darstellen.

DSC_7359DSC_7360DSC_7361DSC_7362

Die optionalen Schürzen für Turm und Seiten müssen nicht festgeklebt werden und lassen sich so flexibel anbringen und wieder entfernen:

DSC_7369

Zum Vergleich steht mir ein Panzer IV D aus Resin von Warlord Games zur Verfügung:

DSC_7365DSC_7366DSC_7372

Hinsichtlich Länge, Breite und Höhe sind die Modelle nahezu identisch. Ansonsten gibt es optisch ein paar kleinere Unterschiede in der Ausarbeitung einiger Details, der Anordnung der Werkzeuge, etc., wobei einige Abweichungen auch durch die historischen Unterschiede zwischen Version D und H zu stande kommen.

Die Details wirken beim Resin-Modell allerdings grundsätzlich schärfer.

Fazit:

Für gut 20 Euro bekommt man einen absolut soliden Bausatz, kann unterschiedliche Versionen des Panzer IV mit unterschiedlicher Bewaffnung bauen, diese flexibel wechseln und wahlweise die Schürzen hinzufügen. Passende Decals sind im Lieferumfang enthalten, der Zusammenbau ist einfach, die Passgenauigkeit wirklich gut. Viel Kritik gibt es folglich nicht. Die Panzer von Rubicon stellen folglich eine wirkliche Bereicherung dar, Alternativen gibt es aber natürlich einige. Warlord selbst bietet ebenfalls diverse Plastikbausätze an, wenn auch geringfügig teurer. Wer Resin bevorzugt, wird ebenfalls bei Warlord fündig (allerdings je nach Modell mit schwankender Qualität), oder z.B. auch bei Blitzkrieg Miniatures (meinen Erfahrungen nach absolut top). Ich persönliche sehe bei Resin immer noch einen Vorteil hinsichtlich der Detailschärfe, außerdem sind die Modelle grundsätzlich schwerer, was mir ebenfalls zusagt. Bei gut gegossenen Resin-Modellen muss man relativ wenig nachbearbeiten und zusammenbauen,  dafür deckt ein solcher Bausatz eben nur eine Version des Panzers ab. Das ändert aber nichts daran, dass Rubicon mit seinen ersten Bausätzen einen überaus gelungenen Start hinlegt und ich den Panzer IV voll empfehlen kann.

Das könnte Dich auch interessieren...

Keine Antworten

  1. GwueFi sagt:

    Sehr informativ gehaltener und guter Artikel!
    Dank für dein Review.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich stimme zu.

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.