Spielplatte/Matte aus Leinwand und Malervlies

 

Den Wunsch nach einer neuen Spielplatte hatte ich schon länger. Dabei kam es für mich auf Folgendes an:

  • Die richtige Größe: Da ich überwiegend Skirmish Systeme spiele und noch keinen richtigen Hobbyraum habe, brauch es nicht die üblichen 180×120, zu klein sollte es aber auch nicht werden.
  • Flexibilität: Die Platte sollte sich schnell aufbauen lassen, nicht zuviel Platz in Anspruch nehmen und im Idealfall mit unterschiedlichen Landschaften “befüllbar” sein. Ein Normandie-Szenario soll z.B. nicht auf Wüstenboden stattfinden müssen, die SAGA Araber wiederum freuen sich aber natürlich über Wüste.
  • Stabilität: Am liebsten nur ein festes Teil, welches ich bequem auf einen Tisch legen kann.

 

Ein Besuch bei Ikea sollte schließlich die zündende Idee bringen. Hier waren große, stabile Leinwände in 140×100 im Angebot:

 

Über das Motiv lässt sich natürlich streiten, als gebürtiger Essener lässt der Anblick der Zeche Zollverein mein Herz aber natürlich ein klein wenig schneller schlagen, fast schon zu Schade um daraus eine Spielplatte zu bauen… aber eben nur fast 😉

Die Rückseite bietet jedenfalls genug Platz, wird von einem Rahmen begrenzt und ist außerordentlich stabil:

 

Natürlich kann man sich für die knapp 20 Euro auch mit Styrodurplatten oder Holz im Baumarkt eindecken, mich sprach die Leinwandlösung aber irgendwie mehr an.

Eine Platte allein macht aber natürlich noch kein Spielfeld. Statt die Rückwand jetzt aber einfach direkt zu besanden, habe ich mich für einen jederzeit austauschbaren Untergrund aus Malervlies entschieden. Tutorials hierzu hatte ich schon im Sweetwater Forum aber auch beim Tabletop Workshop gesehen.

Malervlies gibts im Baumarkt oder auch bei Tedi für zwei, drei Euro. Zunächst hab ich meine Freundin das Vlies mit dem Cuttermesser grob zuschneiden lassen, damit es nicht ganz so krumm und schief wird 😉 :

 

Geht auch ordentlicher und glatter, für meine Zwecke muss es aber keine 100% ebene Fläche werden.

Zur Bemalung hab ich noch ein wenig günstige Acrylfarbe (gibts in den typischen Billigläden wie Tedi, Action, Black.de, etc.) eingekauft und mir mein Werkzeug zurechtgelegt:

 

Dann gings rund. Die verschiedenen Brauntöne werden wild über das Vlies verteilt und teilweise noch mit einigen Klecksen Schwarz und Weiß abgedunkelt/aufgehellt:

 

Wahlweise mit Pinsel oder den Händen wird die Farbe dann regelrecht einmassiert und die Oberfläche dabei weiter aufgeraut. Ein wenig Wasser hilft beim verteilen:

 

Wenige Minuten später:

 

Jetzt kommt noch etwas Grasstreu ins Spiel:

 

Das feine Streu wird ungleichmäßig über die gesamte Fläche verteilt und dann einfach mit der Hand festgedrückt:

 

Nach dem Trocknen könnte man mit ein wenig Leim auch noch weiteres Streu punktuell anbringen.

Am nächsten Morgen stellt sich heraus, dass ich an einigen Stellen nicht großzügig genug mit der Farbe war und noch ein wenig Nachbearbeitung notwendig ist:

 

An ein paar Stellen kommt noch zuviel der ursprünglichen Farbe des Malervlies aus, für den ersten Versuch sieht das aber schon recht ordentlich aus. Die Materialkosten für die Matte sind absolut zu vernachlässigen, die Falten bekommt man auf Wunsch raus und auch ein Aufrollen zur einfacheren Lagerung ist kein Problem. Jetzt muss ich mich wohl erst recht um weiteres Gelände kümmern, mein 3D Drucker arbeitet ja fleissig an weiteren Gebäuden für die Normandie… 😉

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